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01.10.2016

Nach Rio de Janeiro ist vor Tokio

sen Salzwedel. Thomas Ulbricht, der bei den Paralympics in Rio de Janeiro eine Bronzemedaille über 100-Meter gewann, besucht derzeit seine Eltern in seiner Heimatstadt Salzwedel.

Eine gute Gelegenheit, um mit dem 31-Jährigen über seine Erlebnisse in Brasilien und die weitere Zukunft zu sprechen. Die gute Nachricht: Thomas setzt seine Karriere als Speerwerfer fort, wenn es gut läuft, bis zu den nächsten Paralympics 2020 in Tokio.

Für den Wahl-Berliner waren die Spiele in Rio nach Athen, Peking und London bereits die vierten Paralympics. Nach Silber im Fünfkampf in Peking, holte der stark sehbehinderte Leichtathlet nun sein zweites Edelmetall beim größten Event der Behindertensportler.

Aufgrund von Verletzungsproblemen mit der linken Wade und den Achillessehnen verlief das Jahr 2016 nicht gerade optimal, denn Thomas Ulbricht konnte nur eingeschenkt trainieren. Bei seinen Wettkämpfen stimmten zudem die Bedingungen nicht, so dass der gebürtige Altmärker keine der nationalen Normen für Rio erfüllt hatte. Doch aufgrund guter Platzierungen in den Jahresranglisten entschieden sich die verantwortlichen Trainer, den Salzwedeler trotzdem mit nach Brasilien zu nehmen. Über 400-Meter und im Weitsprung lief es nicht so gut, dafür aber über 100-Meter. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille erfüllte sich Thomas Ulbricht einen persönlichen Traum und rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen.