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Juni 2008

Pressekonferenz zur Int. Deutschen Meisterschaft in Berlin

Zusammenfassung verschiedener Zeitungen zur Pressekonferenz

Rechts außen sitzt Thomas Ulbricht, 23, ebenfalls mit Sonnenbrille im Haar. Der Berliner war 2006 Weltmeister im Fünfkampf, er sieht die Reporter im Raum nur schemenhaft, weil er fast blind ist, aber er weiß, dass sie nicht wegen ihm gekommen sind. So fasst er sich kurz: “Ich bin halt der Thomas Ulbricht, ich starte für den PSC Berlin. Mein Ziel ist eindeutig Peking, Gold. Darauf wird hintrainiert. Dankeschön.” Mehr sagt er nicht. Er ist halt der Thomas Ulbricht. Und wenn er von Peking spricht, meint er die Paralympics.

Thomas Ulbricht, der Berliner Fünfkämpfer, ist im leeren Pressesaal zurückgeblieben. BBC und Japaner beachten ihn nicht. Er sagt, er fände es gut, dass Pistorius so viel Medieninteresse für den Behindertensport weckt, “es wäre halt schön, wenn sie nicht vergessen würden, dass es auch andere Sportler gibt, dass die TV-Teams, wenn sie eh schon da sind, auch uns filmen.”

Thomas Ulbricht vom PSC will in der chinesischen Hauptstadt seinen 5. Platz über die 400 Meter bei den Paralympics in Athen 2004 noch übertreffen: “Für Beijing sind diese Meisterschaften auf alle Fälle ein guter Test, zumal beinahe die gesamte Weltelite im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am Start sein wird. Mein Ziel für Beijing ist Gold im Fünfkampf.”

Der sehbeeinträchtigte Fünfkämpfer Thomas Ulbricht (hier rechts im Bild mit Dr. Ralf Otto) geht bei den IDM Leichtathletik über 100 Meter, bei den Disziplinen Weitsprung, Speer und Diskus für den Paralymischen Sportclub (PSC Berlin) an den Start. Der PSC Berlin ist zugleich Ausrichter dieses Sportmeetings. Der 22-jährige Ulbricht hat sich neue Bestleistungen bei der IDM als auch Gold bei den Paralympics zum Ziel gesetzt und kann als Erstplatzierter der IPC-WM 2006 in Assen zudem sehr gute Erfolge in Athen 2004 als beachtliche Referenzen im Leistungssport vorweisen. Er gehört dem Berliner Top-Team Peking an und überzeugt durch starke Leistungen. Große Worte, die macht er weniger gern – und fasst sich kurz. Daher ist er hier schneller als der „Schnellste ohne Beine“ auf der Sprintstrecke.