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21.08.2014

Leichtathlet Thomas Ulbricht aus Salzwedel strebt seine vierten Paralympics an

Trotz einer neuen Saisonbestleistung von 23,47 Sekunden war für den gebürtigen
Salzwedeler Thomas Ulbricht bei den Europameisterschaften in der Leichtathletik
der Behinderten im walisischen Swansea über 200-Meter gestern bereits nach dem Vorlauf Endstation.
Einen Tag nach dem Sieg über 400-Meter (AZ berichtete) musste sich der Sportler des PSC Berlin in seinem Vorlauf mit Platz vier zufrieden geben, sodass der Endlauf ohne ihn stattfand. Trotzdem verlässt der stark sehbehinderte Thomas
Ulbricht, der über 100-Meter den vierten Platz belegt hatte, zufrieden dem EM-Ort.
Nach einigen Verletzungsproblemen im Vorfeld der Meisterschaft konnte der Jeetzestädter mit dem Gewinn der Goldmedaille über die 400-Meter – in neuer persönlicher Bestzeit von 50,27 Sekunden – die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen.
Der Sieg über die Stadionrunde war auch für die weiteren sportlichen Vorhaben des 29-Jährigen äußerst wichtig,denn Ulbricht möchte, wenn es die Gesundheit zulässt, im kommenden Jahr die Weltmeisterschaft in Katar und 2016 noch die Paralympics in Rio de Janeiro bestreiten. Die Paralympics in Brasilien wären nach Athen 2004, Peking 2008 und London 2012 die vierten Spiele für den Wahl-Berliner, dessen Förderung durch das Bundesinnenministerium noch bis Rio läuft.
Da der Fünfkampf, bei dem Thomas Ulbricht in Peking die Silbermedaille gewonnen hatte, erst 2020 in Tokio wieder im Programm der Paralympics steht, konzentriert sich Ulbricht seit zwei Jahren auf die 400-Meter.
Die EM in Swansea war der erste Schritt in Richtung Rio de Janeiro. Dort würde sich dann auch ein Kreis schließen, denn bei den Paralympics in Athen hatte Thomas Ulbricht einst seinen ersten großen internationalen Wettkampf bei den Erwachsenen.
Er wurde damals Fünfter über 400-Meter und ließ anschließend einige Titel und
Medaillen bei EM, WM und Paralympics folgen.