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April 2007

Trainingslager Ibiza

Trainingslager Ibiza

Wie in jedem Jahr fliegen wir zur Wettkampfvorbereitung ins Trainingslager nach Ibiza. Dort finden wir immer ideale Bedingungen vor. Für mich hieß diese Zeit auch gleichzeitig lernen, lernen, lernen. Denn ich stehe kurz vor dem Abschluss meiner Berufsausbildung. Nach Rückkehr aus dem Trainingslager beginnen für mich die Prüfungen.

Bilder des Trainingslagers 2007


27. Juni 2007

Ausbildungsabschluss

Heute habe ich es geschafft.

Ich habe alle Prüfungen hinter mir gelassen und bin mit meinem Abschneiden zufrieden. Gleichzeitig habe ich heute noch mein Vorstellungsgespräch im Bundesinnenministerium. Ich bin ganz schön aufgeregt, da ich nicht weiß, was mich dort erwartet.


02. Juli 2007

Zusage vom Bundesinnenministerium

Heute habe ich die Zusage erhalten, dass ich ab 01. September im Bundesinnenministerium arbeiten werde. Damit wird erstmalig einem Behindertensportler ermöglicht, Sport und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Klasse, danke.


06. Juli 2007

Sommerfest beim Bundespräsidenten

Horst Köhler hatte rund 3.500 Gäste ins Schloss Bellevue eingeladen.

Sommerfest beim Bundespräsidenten

Und ich war einer von Ihnen. Auf diesem Wege sagt Herr Köhler in jedem Jahr Danke für außergewöhnliche Leistungen. Die Gäste sind aus Wirtschaft, Politik und Sport. Als musikalisches Highlight traten die No Angels auf. Mein persönliches Highlight war ein Foto mit Henry Maske. Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, war es doch ein sehr schöner Abend.


20.-22. Juli 2007

Int. Deutsche Meisterschaften in Singen

Int. Deutsche Meisterschaften in Singen

Ich bin nach Singen gefahren, um zu testen wo stehe ich im Moment. Denn in einer Woche geht es schon nach Brasilien zu den Weltmeisterschaften.

Meine erste Disziplin war der Weitsprung. Im zweiten Versuch setzte ich mich vom Feld ab und sprang 6,63m. Auch die weiteren Sprünge waren sehr gut, mit 6,55m und 6,46m. Dies hieß durch die offenen Klasse Platz 2. Sieger war mit einer Weite von 6,03m Wojtek Czyz.

Int. Deutsche Meisterschaften in Singen

Im 100m wurde ich vierter mit persönlicher Bestzeit von 11,50 sec.
Dann kam der Diskus. Ich warf 30,18m, auch dies persönliche Bestleistung. Ich kam damit zwar nur auf Platz vier, aber hier war nur die Weite für mich wichtig.
Kurz darauf folgte die 4×100m Staffel. Auch dies ein Test für die WM. Mit einer Zeit von 45,38 sec. wurden wir Int. Deutsche Meister. Den Speerwurf musste ich dann leider abbrechen, da der Wettkampf bereits während des Staffel Laufes begann.

Alles in allem, lief dieser Wettkampf ideal. Ich konnte mit Zuversicht nach Brasilien fliegen.


28. Juli – 08. August 2007

Weltmeisterschaften in Saó Paulo

Weltmeisterschaften in Saó Paulo

Es hätte heute ein Freudentag werden sollen, doch leider wurde es ein Tag der Betrübnis. Angetreten als Weltmeister, verlassen habe ich den Platz als Dritter.

Nun, was war die Ursache?

Entscheidend für mich war die schlechte Atmosphäre. Ich fühlte mich hier einfach nicht wohl. Zusätzlich hatte ich mich eine Woche zuvor im Training verletzt.

Der erste Wettkampf, der Weitsprung, lief noch sehr gut. Die Weite 6,51m, dann folgte der Sperrwurf, den ich für mich entscheiden konnte, mit einer Weite von 45,19m. Im 100m Lauf legte ich dann eine Zeit von 11,51 sec. hin. Bis hierhin lief noch alles ganz gut.

Aber nun kam der Diskuswurf.

Beim Einwerfen landete der Diskus immer um die 31m. Aber im entscheidenden Wettkampf sollten es nur 26,28 m. Jetzt hieß es wieder mal, alles geben im 1.500m Lauf. In einer Zeit von 4:53,99 erreichte ich das Ziel. Damit hatte ich insgesamt 2.950 Punkte erreicht, und dass bedeutete den 3. Platz. Von einer Bestzeit, ja sogar vom Deutschen Rekord, der aus dem Jahr 1987 ist (3.099 Punkte) habe ich geträumt. Nun hat es nicht einmal für die A-Norm für Peking gereicht. Es fehlten mir genau 5 Punkte.

Am folgenden Tag stand der Speerwurf im Einzel an. Ich wurde vierter mit einer Weite von 48,22m. Diese Weite im Fünfkampf Wettkampf und ich hätte die Norm sicher.

Am Sonntag standen nun die Staffel und der Weitsprung auf dem Programm. Schon früh am Morgen startete die Staffel, leider habe ich auf ein falsches Kommando gehört und bin zu früh losgelaufen. Durch diesen Fehler wurden wir leider disqualifiziert.

Am Abend sollte der Weitsprung ein Krimi werden.

Der Sieger des Fünfkampfes, der Weißrusse Ihar Fartuanau legte sofort ein Weite von 6,96 hin. Ich begann mal wieder mit dem falschen Fuß und erreicht 6,20m. Im zweiten Versuch schaffte ich dann 6,71m. Gefolgt wurde ich vom Weißrussen Siarhei Burdukou mit 6,68m. Im letzten Versuch legte dieser dann eine Weite von 6,73m vor. Ich wollte aber die Silbermedaille mit nach Hause nehmen und konnte mich letzten Versuch auf 6,73m steigern, das bedeutete persönliche Bestleistung und die Silbermedaille.

Damit war die Welt für mich wieder in Ordnung.

Nun hieß es Urlaub machen, wir sind noch nach Iguacu geflogen, um uns die größten Wasserfälle der Welt anzusehen. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Ein einzigartiges Schauspiel.

Am 12. August sind wir dann zurück nach Deutschland geflogen.


23.08.2007

International Paralympic Day

Ich habe eine Einladung für den Paralympischen Tag in Berlin erhalten.

International Paralympic Day 23. August 2007

Zu diesem Ereignis sind die besten Sportler der Welt eingeladen. Der Höhepunkt des Tages wird der Weitsprung direkt am Brandenburger Tor sein. Unter den Startern sind 3 Deutsche Athleten, Heinrich Popow, Matthias Schröder und ich.

Ich hatte die große Ehre, den Paralympic Day der Presse vorzustellen. An meiner Seite war die mehrfache Weltmeisterin im Schwimmen Kirsten Bruhn.

Dieser Paralympische Tag wird erst zum dritten Mal stattfinden. Bisher war der Austragungsort immer Bonn. Nun zum ersten Mal in Berlin und das direkt am Brandenburger Tor. Eröffnet wird der Paralympic Day vom Bürgermeister Klaus Wowereit und IPC Präsidenten Sir Philip Craven. Es werden ca. 30.000 Menschen erwartet.


02. – 09. September 2007

Peking Besuch

Eine beeindruckende Reise

Peking Besuch

Durch ein Förderprojekt des auswärtigen Amtes konnten wir für 9 Tage nach Peking fliegen um uns über den Fortschritt der Baumaßnahmen für die Paralympics 2008 in Peking ein Bild zu machen. Wir konnten Kontakte knüpfen, haben eine Schulklasse besucht und es blieb auch noch Zeit um die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Diese Reise werde ich so schnell nicht vergessen.

Bilder über den Besuch in der Bildergalerie


11.09.2007

Einstieg ins Berufsleben

Ein neuer Abschnitt in meinem Leben beginnt.

Heute ist nun mein großer Tag, mein Arbeitsvertrag wird unterschrieben. Ich werde als Sachbearbeiter in der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben tätig sein.

In dieser Behörde wird es mir ermöglicht, Beruf und Sport zu vereinen. Dies geschieht erstmalig für einen Behindertensportler. Dafür bin ich natürlich sehr dankbar, weil mir trotz Beruf nun genügend Zeit bleibt, um mich intensiv auf die Paralympics in Peking 2008 vorzubereiten.


16.09.2007

ISTAF Berlin 16. September 2007

Wir haben die Qualifizierung für Peking geschafft!!!

Heute war unser großer Tag im Olympiastadion. Und ich muß sagen, es war einfach klasse. Das Olympiastadion war ausverkauft. Es war eine überwältigende Athmosphäre. Ich habe erst einmal solch eine Stimmung erlebt und dass war bei den Paralympics in Athen vor 3 Jahren.

Aber nun zu unserem Lauf.

Wir wussten, dass die Frauen Nationalmannschaft genau wie wir, eine 44-er Zeit laufen. Ich ging wie immer als zweiter Starter ins Rennen, die Übergabe des Staffelstabes hat sehr gut geklappt, obwohl es sehr laut im Stadion war, habe ich das Kommando gut hören können. (Bedingt durch meine Sehbehinderung, kann ich den Läufer und schon gar nicht den Staffelstab sehen, daher bekommen wir ein Kommando von unserem Trainer, wann wir loslaufen müssen.) Auch die Übergabe an meinen Trainingspartner Jörg Trippen-Hilgers war sehr gut. Unser Schlußläufer, Matthias Schmidt, der mit einem Guide läuft, da er selber blind ist, hat den Stab sicher ins Ziel gebracht.

Am Ende stand die Uhr bei 44,56 Sekunden und dass heißt, direkte Qualifizierung für die Paralympics in Peking 2008. Wir sind natürlich alle hoch zufrieden. Die Frauen Nationalmannschaft hat das Rennen zwar in einer Zeit von 44,28 Sekunden gewonnen, aber das konnte unsere Freude über die Qualifizierung nicht trüben.

Zum Abschluß dieses wunderschönen Tages gab es am Abend noch einen Empfang im Estrel Hotel Berlin. Dies war ein sehr schöner Abschluß eines tollen Tages.